Schweden
In folgenden Gebieten in Schweden führen wir Standort-Projekte durch:
- Västra Götaland (Südschweden)
- Jämtland (Mittelschweden)
- Värmland
Die Betreuungsstellen liegen alle in ländlicher Umgebung und sind durch Freie Mitarbeiter mit in der Regel mehrjähriger Berufserfahrung besetzt. Für viele gilt, dass ihre pädagogische Ausbildung auf der Basis einer vorangegangenen handwerklichen Ausbildung fußt. Sie haben ihren Lebensmittelpunkt in Schweden. Die Mitarbeiter im Projekt Husky/Schweden stehen im ständigen Austausch sowohl miteinander als auch mit der Projektleitung. Eine medizinisch/psychologische Versorgung vor Ort ist gewährleistet. Eine regelmäßige Begleitung durch einen SupervisorIn findet statt.
Die Auslandsmaßnahmen umfassen in der Regel einen Zeitraum zwischen sechs Monaten und anderthalb Jahren. Der Jugendliche erhält die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und Abstand zu gewinnen. In einem fremden Kulturkreis kann er sich mit neuen Lebensentwürfen und deren Andersartigkeit beschäftigen. Bewusstwerdungsprozesse zu seiner eigenen Situation werden angeregt und können aus der Distanz heraus leichter analysiert werden.
Die Entstehung von tragfähigen Beziehungen zwischen dem Jugendlichen und seinem Betreuer werden durch die fremde Umgebung und fehlende Sprachkenntnisse begünstigt. Der Jugendliche wird so auf die Anleitung durch seinen Betreuer zurückgeworfen. Wenn der Betreuer diese ‘Dominanzrolle` positiv nutzt, gewinnt er das Vertrauen des Jugendlichen. Hierdurch findet eine Orientierung am Pädagogen statt. Herkömmliche Kompensationsmöglichkeiten fehlen darüber hinaus weitgehend. Durch eine sehr naturorientierte Lebensführung werden dem Jugendlichen existentielle Zusammenhänge bewusster. Dieses Erleben im Alltag und in der Freizeit stärkt sein Selbstvertrauen und erweitert seine Fähigkeiten.
Die Jugendlichen sind während des Auslandsaufenthaltes von der Schulpflicht befreit. Es besteht jedoch die Möglichkeit einer Fernbeschulung. Das Programm in Schweden beinhaltet u.a., den Jugendlichen durch eine weitestgehend eigenständige Lebensführung in seiner Lebens- und Arbeitshaltung zu fördern, um ihm die Reintegration in Schule und/oder Berufswelt nach seiner Rückkehr nach Deutschland zu erleichtern.
