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Sarah L., 16 Jahre

Projektbericht von Sarah L., 16 Jahre

Ich habe ein Jahr und vier Monate in Schweden, mit Silvia und Stephan gelebt. Das Haus lag in der Nähe von Glava mitten im Wald. Es war eine sehr ruhige Zeit. Im Winter lag immer viel Schnee und es war so kalt, dass die Seen in unserer Nähe zugefroren waren, sodass man mit Autos darauf fahren konnte.  Meist liegt der Schnee in Schweden lange und wenn der Schnee weg ist, wird es schön warm, sodass man bald im See schwimmen gehen kann oder angeln kann. Im Sommer ist es lange hell. Wir haben oft mit den Freunden von Silvia und Stephan am See gegrillt, was immer sehr lustig sein konnte.

Das Haus, in dem ich lebte, war aus Holz und innen war es sehr gemütlich. Ich hatte dort mein eigenes Zimmer. Geheizt haben wir mit Holz. Mit uns lebten dort Lilli, ein süßer Hund und zwei Kater, Charly und Snöre. Außerdem hatten wir einige Hühner.

Meine Schule habe ich über Flex Fernschule gemacht. Das fand ich nicht so gut, weil ich den Unterricht allein machen musste und somit keine Schulfreunde hatte. Ich hatte dann häufig keine Lust, wollte lieber etwas anderes machen statt zu lernen.

Für die Hilfeplangespräche bin ich meistens nach Deutschland gefahren und habe dann den Aufenthalt genutzt um gleich meine Verwandten und Freunde zu besuchen. Ich konnte es mir aussuchen, ob die Gespräche in Deutschland oder in Schweden statt finden sollten. Weihnachten und an meinem Geburtstag bin ich nach Deutschland zu Besuch gefahren.

Vor Husky war ich in der Psychiatrie, weil es zwei Beschlüsse von einem Richter gab, da ich häufig aus meinem Heim weg gelaufen bin.

Das Jugendamt hat dann Husky für mich gefunden. Ich hoffte bei Husky ein besseres Leben zu haben, was sich zu 100% bestätigt hat. Dennoch war ich zunächst total unsicher und aufgeregt, weil ich nicht wusste, wie es weiter gehen würde.

Ins Ausland zu gehen, fiel mir seeeeehr schwer. Zunächst sollte ich nach Polen gehen, was ich aber nicht wollte. Dann habe ich mich auf eine Probezeit für einen Monat in Schweden eingelassen. In dem HPG danach habe ich dann meine Sozialarbeiterin davon überzeugt, dass ich nach Schweden möchte, was eine gute Entscheidung für mich war.

Mit meiner Familie hatte ich immer Kontakt. Wir konnten telefonieren und Briefe schreiben.

Von den Betreuern in meiner Projektstelle wurde ich immer sehr gut behandelt, ich habe mich dort sehr wohl gefühlt.

Ich habe in der Projektstelle gelernt Erwachsenen wieder zu vertrauen. Sie waren gute Ansprechpartner für mich und ich habe mich immer beschützt gefühlt.

Jetzt lebe ich in einer Projektstelle von Husky in Deutschland, bei Meike. Sie ist die beste Betreuerin der Welt. Es geht mir heute sehr gut.

:o))

Eure Sarah L.